C1 mit erster Saisonniederlage

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15. September 2017

Am heutigen 4. Spieltag ging es nun zu einem Gegner aus der oberen Tabellenhälfte, der bisher 2 Siege und eine knappe Niederlage, gegen den Staffelfavoriten SpG. Großlehna/ Lützen einstecken musste. Dass es kein einfacher Gegner wird, war uns aus der Vergangenheit auch bekannt, waren es doch immer sehr enge und kampfbetonte Spiele gegen die 2004-er vom SV Lipsia Eutritzsch, die ja sicher zum Teil auch in dieser Spielgemeinschaft wiederzufinden sind. Tatsächlich war es so, der Großteil der SpG. bestand aus den 2004-er aus Eutritzsch, der andere Teil der Mannschaft setzte sich aus 2003-er von beiden Vereinen zusammen, welche also auf ein reichliches Jahr Großfelderfahrung zurück blicken konnten.

Das Heimteam spielte von der ersten Minute sehr offensiv, was bei unseren Jungs zum Teil für einige Verwirrung sorgte. Wir hatten Mühe gerade die schnellen 2003-er der Spielgemeinschaft in den Griff zu bekommen. Auch klappte der Aufbau unseres Spiels nicht so recht, da wir uns hier etwas zu behäbig anstellten und meist zu lange mit dem Abspiel warteten, oder die Pässe nicht genau genug gespielt wurden. So kam es dann auch, dass wir in den ersten 15 Minuten dreimal ordentlich überrannt wurden und der Gastgeber mit 3:0 in Führung lag.

Nachdem wir diese 3 Tore verdaut hatten, klappte es in unseren Reihen etwas besser, mit dem Spielaufbau und wir kreuzten nun auch immer mal wieder gefährlich vor dem Kasten der Heimmannschaft auf, leider ohne Torerfolg. In der 24.Minute mussten wir sogar das 4. Tor einstecken, wieder ein langer Ball auf den schnellen 2003-er Spielmacher und schwupps war es Geschehen.

Wir gaben uns aber trotzdem nicht auf und versuchten die Flucht nach vorn. So wurde eine schöne Flanke auf Kevin K. gespielt, doch der herausgelaufene Torhüter, der auch zum Ball ging, beförderte ihn mit ausgestrecktem Bein zu Boden, wo er schreiend vor Schmerzen liegen blieb. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und die gelbe Karte für den Torhüter, die er nach einigem zögern und dem Erkennen der Tragweite dieser Situation in die rote Karte wandelte. Ja, klar es ging alles sehr schnell und der junge Mann musste innerhalb von Sekunden eine Entscheidung treffen. In der Bundesliga, gibt es dafür Linienrichter, einen 4.Assistenten und Videobeweis, hier muss ein junger Mann mit vielleicht 16 Jahren, die Entscheidung blitzschnell alleine treffen. Leider gab es in Folge dessen, einige sehr unschöne Begleiterscheinungen am Spielfeldrand. Hier möchte ich unsere Eltern bitten in Zukunft etwas mehr die Emotionen im Zaum zu halten und sich nicht von irgendwelchen Pöbeleien anstacheln zu lassen, das wirft immer ein sehr schlechtes Gesamtbild und ist für die Hauptakteure auf dem Platz, unsere Kinder, auch nicht unbedingt förderlich, denn die bekommen das bei dieser Lautstärke dann auch alles sehr wohl mit. Zum Schreiberling des LIVE-Tickers, noch einen Satz, auch hier sollte etwas mehr Realismus in den Zeilen stecken, gerade im Bezug auf diese Situation, denn auch eure Trainer waren im Nachgang der Meinung das die rote Karte absolut gerechtfertigt war. Aber neben den ganzen negativen Erscheinungen möchte ich mich bei der einen Mutter der Gastgeber bedanken, die sich sofort zu uns gesellte und sich mit um unseren verletzten Spieler kümmerte. Danke dafür und auch einen großen Daumen hoch, für den 2003-er Spielmacher mit der Nummer 10, der in der Halbzeitpause als einziger Heimspieler zu unserem Verletzten kam und sich nach dem Wohlbefinden erkundigte. Das ist bei aller sportlichen Rivalität echter Sportsgeist.

Wie es zu unserem heutigen Tag passte, der Elfmeter wurde von Kevin W. an den Pfosten gesetzt, naja passiert, war aber für den heutigen Tag symptomatisch. Dann war endlich Halbzeit, was auch allen ganz gut tat.

Kevin K. wurde derweil von seiner Mutter in die Uniklinik gefahren und dort wurde, wie von uns vermutet die Rippenprellung diagnostiziert (zum Glück nichts gebrochen), damit wird er uns die nächsten 2-3 Wochen fehlen, zum Glück ist nächste Woche für uns schon mal Spielfrei. Gute Besserung und Kopf hoch, auch wenn es dich irgendwie fast immer trifft.

In der zweiten Hälfte konnten wir uns dann etwas mehr in der Hälfte der Heimmannschaft unser Spiel gestalten, aber waren dafür nach hinten natürlich auch zu offen, so dass der Spielmacher mit der Nummer 10, wieder mit einem langen Ball bedient wurde, unsere Abwehr austanzte und zum 5:0 einschob. Wir gaben uns auch jetzt nicht auf, merkten wir ja auch, dass wir spielerisch etwas mehr bewegen können. Anne spielte dann einen schönen Pass auf Robert, der dann endlich auch für uns traf. Chancen erspielten wir uns jetzt einige, aber gerade im Sturm waren wir heute immer einen oder zwei Schritte zu langsam, da bedarf es gerade gegen starke Gegner etwas mehr Spritzigkeit. Ein Treffer gelang uns bis zum Spielschluss leider nicht mehr, trotz deutlicher Überlegenheit in diesem Abschnitt. Die Niederlage geht in Ordnung, auch wenn vielleicht um 2 Treffer zu hoch, aber nur, weil wir diese nicht machten…

Ansonsten, denke ich konnten wir genügend Lehren aus einem Spiel gegen einen starken Gegner ziehen und Wissen, wie wir uns in den nächsten ähnlichen Spielen auf- und einstellen. Trotzdem großen Respekt, das ihr bis zum Schluss versucht habt, euer Spiel aufzuziehen und den Gegner, gerade in der 2.Halbzeit erheblich unter Druck gesetzt habt. Den Unterschied im heutigen Spiel, machten zwei technisch und läuferisch ganz starke Spieler in den Reihen der Gastgeber, denen man ihre Großfelderfahrung deutlich anmerkte.

Kopf hoch, nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so heißt es auch in zwei Wochen zu Hause, gegen die SpG Plaußig/ Thekla, wieder bei uns:

„vom ICH, zum TEAM, zum SIEG“